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Seit einigen Jahren erfreut sich die Türkei als Urlaubsland wachsender Beliebtheit. Galt Sie früher noch als fremdes, islamisches Land, in dem keiner außer einigen Abenteuerlustigen seinen Urlaub verbringen wollte, erlebt der Tourismus spätestens seit Anfang der 90er Jahre einen scheinbar unaufhaltsamen Boom. Noch heute kommen von Jahr zu Jahr immer mehr Urlauber, darunter viele aus Deutschland. Die meisten Urlauber ziehen dabei die Mittelmeerstrände an der Südküste des Landes an. Das als "Türkische Riviera" bekannte Gebiet zwischen Antalya und Kap Anamur kann als Zentrum des Tourismus angesehen werden. Hier reiht sich meist den ganzen Strand lang ein Hotel an das nächste, im Hinterland bestimmen Diskotheken und Einkaufsmöglichkeiten das Bild. Neben der "Türkischen Riviera" gibt es aber noch weitere Gebiete für den Strandurlauber, etwas die südliche Ägäisküste oder der Ort Bodrum. Doch die Türkei als Urlaubsland bietet weitaus mehr als nur Badetourismus. Die Geschichte der Türkei sorgt dafür, dass hier auch der historisch und kulturell Interessierte auf seine Kosten kommt: In ihrer Frühgeschichte war die Türkei von verschiedenen Kulturen besiedelt, deren archäologische Hinterlassenschaften noch heute an manchen Orten sichtbar sind, zum Beispiel in Göbekli Tepe, der ältesten der bekannte Tempelanlage der Welt.
In der Bronzezeit begann die Besiedlung durch griechische Stämme, bekanntes Zeugnis dieser Zeit ist die überall bekannt historische Stadt Troja, um die sich viele Geschichten und Legenden ranken. Auch Alexander der Große hinterließ Einflüsse, als er auf seinem Eroberungsfeldzug die heutige Türkei unterwarf. Die Expansion des römischen Reiches umfasste später ebenfalls die Türkei. Auch die Römer hinterließen viele Spuren, die heute bestaunt werden können. Ab dem 11. Jahrhundert nach Christus herrschten erst die Seldschuken, später das Osmanische Reich begründet. Im Jahr 1919 wurde schließlich die Republik begründet, wodurch die Türkei Einflüsse aus dem westlichen Europa aufnahm. All diese verschiedenen Einflüsse sorgen für eine lebhafte Kultur, die sich in den Speisen, der Musik und vielen historischen Sehenswürdigkeiten wiederspiegelt. Die Gebirge der Türkei, deren höchster Berg, der Ararat, eine beachtliche Höhe von 5165 Metern erreicht, ermöglichen interessierten Touristen auch das Skifahren oder Bergwandern.
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Auch können im Inland der Türkei, wo die Modernisierung noch nicht so weit fortgeschritten ist, malerische Bergdörfer entdeckt werden, in denen die Menschen noch wie vor Hunderten von Jahren leben. Von der traditionellen türkische Küche, die, wie schon erwähnt, verschiedensten Einflüssen unterliegt, sollte unbedingt gekostet werden. Besonders erwähnt sie hier das Döner Kebap, von Spieß geschnittenes Fleisch, was anders als in Deutschland übrig auf dem Teller mit Beilagen wie Reis und Salat serviert wird. Insgesamt ist die Türkei ein buntes, vielfältiges Land, und ein Türkei Urlaub immer eine Entdeckung.
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